Hello!

Über mich​

 

Hello! Ich bin Lina, im Jahre 1985 in Wien geboren und in München aufgewachsen. Nach diversen Studien- und Berufserfahrungen und einer Hundetrainerausbildung habe ich mich im Jahr 2018 als Trainerin und Verhaltensberaterin für Menschen mit Hund selbstständig gemacht. 

Die Stationen in meinem bisherigen Lebenslauf haben mich –manchmal angenehm, manchmal holprig– auf den Weg gebracht, meinem Herzen zu folgen und letzten Endes den Beruf auszuüben, hinter dem ich zu 100 Prozent und mit viel Lebensenergie stehe. 😊

Über ganzheitliche, freundliche & schlaue Trainingsansätze, basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie Humor und Freude ist es für mich eine Herzensangelegenheit für ein gesundes Miteinander zwischen Mensch und Hund zu sorgen. Seit meiner Kindheit ist es für mich eine Selbstverständlichkeit, dass jedes Lebewesen auf dieser Welt unseren Respekt, unsere Liebe und einen fairen Umgang verdient.

Meine Grundeinstellung ist: je mehr Wissen und Praxiserfahrung, desto besser! Ganz nach dem Motto „man lernt nie aus“ sauge ich tagtäglich Wissen rund um den Hund auf
, besuche Seminare/Webinare und tausche mich regelmäßig mit Kolleg*innen aus. Mein griechischer Tierschutzhund Picco regt mich immer wieder zum Umdenken und neuen, spannenden Trainingsansätzen an. Ich kann nie genug kriegen und Langeweile ist mir ein Fremdwort! 😄

Meine Schwerpunkte sind die Themengebiete fundierte Grundausbildung von Welpen, Junghunden und erwachsenen Hunden, Tierschutzhunde sowie unerwünschtes Verhalten wie Leinenaggression und das Thema Jagdverhalten.

Wichtige Werte im Leben sind mir Humor & Selbstironie, Zuverlässigkeit & Ehrlichkeit sowie Perspektivenwechsel & Kommunikation auf Augenhöhe – und ein gesunder Menschen- und Hundeverstand! 

 

Ausbildung & Weiterbildung

FORTBILDUNGEN, SEMINARE & WEBINARE

2021

  • Behaviour Bible: Full 3 Year Course, 3-jährige Ausbildung zum Verhaltensexperten (Behaviourist), The School of Canine Science (GB), Nando Brown, Jo-Rosie Haffenden & Dean Nicolas (aktuell laufend – Module: 1. Domestikation & Evolution, 2. Genetik, 3. Neurobiologie)

  • Zusatzmodul Jagdverhalten, 2-wöchige Ausbildung, Pia Gröning & Anke Lehne (Modul 1, April 2021, Modul 2, September 2021)

  • Scent for Six, The School of Canine Science (GB), Nando Brown, Jo-Rosie Haffenden & Dean Nicolas, 6-monatige Fortbildung zum Experten im Bereich Nasenarbeit (aktuell laufend)

  • The Puppy Lab, The School of Canine Science (GB), Nando Brown, Jo-Rosie Haffenden & Dean Nicolas, 6-monatige Fortbildung zum Experten im Bereich Welpen

  • Ängstlicher Hund? Hintergründe und Behandlungsmöglichkeiten, Webinar, Dr. Lara Steinhoff

  • Die Lautäußerungen der Hunde – das akustische Ausdrucksverhalten der Hunde, Abendvortrag, Gerrit Stephan

  • Border Collie vs. Aussie, Webinar, Lina Engelken

  • Dog, Science & Learning Conference, 3-tägige Fachkonferenz, April 2021

    • "Was versteht der Hund von unserer Sprache?" Dr. Adam Miklosi

    • "Mensch, Hund, Bindung" Dr. Adam Miklosi 

    • "Contemporary Understanding of Emotions and Emotional Behavior" Dr. Susan Friedman

    • "Dogtraining lost in Science? – Angewandte Verhaltensanalyse, Nachahmungslernen, Bindung, Emotionen: Wie passen sie zusammen? Was benötigen wir wann und wie im Lernen mit Hunden?" Dirk Emmrich

    • "Wissensvermittlung 2.0 – Verhaltensanalytische Ansätze zur effizienteren Anleitung von Hundehalter:innen" Nicole Pfaller-Sadovsky

    • "Schmerzen und Verhalten" Dr. Daniel Mills

    • "A Behavior Change Procedures: An Ethical Guideline" Dr. Susan Friedman

    • "The Good, the Bad and the In-Between – Interaktion und Wirkeffekte von Emotionen und Stress" Dr. Lisa Maria Glenk

    • "Crawling Babys, Conflicted Dogs" Jennifer Shryock

    • "The Learner is Never Wrong: Reducing Errors by Teaching Thoughtfully" Dr. Susan Friedman

  • ​Welpenspiel und kritische Details aus Welpenspielgruppen, Webinar, Celina del Amo

  • Wenn Dein Hund sein Futter nicht verträgt, Webinar, Anja Kruse, Oktober 2021

  • Nasenarbeit für jederHUND, ​Online-Kurs, Pia Gröning

  • Online Hundekongress 2021​, Vol. 3, Ariane Ullrich

    • Wie Gesundheit das Verhalten beeinflusst, Esther Würtz

    • Was Hütehunde ausmacht, Hannah Junk

    • Wie Hund und Katze - Freunde fürs Leben?, Laura Gentile

    • Gesunde Zähne – glücklicher Hund, Ralph Rückert

    • Das erste Hundejahr: Fallstricke und Lösungen, Dr. Michaela Artwohl

    • Hunde, die bellen... – was uns die Lautsprache verrät, Gerd Schreiber

    • Vom Schrecken der Geräuschangst, Katrin Schuster

    • Lieblingsfressen: Das muss drin sein! - Teil 1: Der Futterrechner, Bettina Drüke

    • Körpersprachlich führen - Wie dein Hund dich lesen kann, Sami El Ayachi

    • Körpersprache bei Hundebegegnungen, Christiane Jacobs

    • Was Hunde denken, fühlen und verstehen, Kate Kitchenham

    • Hilfe, mein Hund ist territorial?!, Dr. Stephan Gronostay

    • Hundeverhalten beeinflussen – Epigenetik im Alltag, Celina del Amo

    • Hund allein zuhaus – Trennungs­angst vorbeugen und behandeln, Brigid Weinzinger

    • Mit alten Hunden leben und lernen, Sophie Strodtbeck

    • Workshop: Wie Erwartungen unser Training beeinflussen, Corinne Keller

 

2020

  • Praxiswoche an der Tierakademie Scheuerhof, Viviane Theby, Michaela Hares & Boris Makar, Juni 2020

  • Ressourcenverteidigung, Webinar, Pia Gröning

  • Beyond Food: The Premack Principle, Webinar, Kathy Sdao

  • Besuchssituation, Webinar, Esther Würtz

  • Online Hundekongress 2020​, Vol. 2, Ariane Ullrich

    • Wie fühlen Hunde wirklich?, Dr. Stefanie Riemer

    • Herdenschutz- und Hütehund, Michaela Kleemann

    • Warum der Mensch den Hund braucht, Dr. Kurt Kotrschal

    • Angsthunde, Wibke Hagemann

    • Stressmanagement und Bindung, Dr. Iris Schöberl

    • Hundebegegnungen leicht gemacht, Ulrike Seumel

    • Dogs & Storks – Präventionsprogramme für Familien, Bina Lunzer

    • Bissprävention – der blaue Hund, Dr. Hildegard Jung

    • Leben mit Kindern und Hunden, Dr. Janey May

    • Warum Hunde Kinder beißen, Aurea Verebes

    • C.A.T – Training für reaktive Hunde, Karin Jüngling

    • Hunderassen – was macht die Genetik mit dem Verhalten, Sabine Winkler

    • Tierschutz – ein weites Feld, Dr. Katrin Umlauf

    • Reaktive Hunde, Anne Bucher

    • Schilddrüsenerkrankung beim Hund, Karina Mahnke

    • Sichere Hunde, sichere Menschen, Vanessa Engelstädter

 

2019

  • Der gläserne Trainer – Profitrainer beim HundetrainingViviane Theby & Katja Frey

  • Besondere Aspekte beim Training mit Welpen, Viviane Theby & Katja Frey

  • Ontogenese von Welpen und Junghunden, Wochenendseminar, Gerd Schreiber

  • Das Emotionsleben der Hunde, Abendvortrag, Gerd Schreiber​

  • Leash Walking Connected, Online-Kurs, Dogmantics, Emily Larlham

  • Social Walks – Planung und Durchführung, Katrien Lismont

  • Social Walks – Was können sie und was ist zu beachten? Katrien Lismont

  • Hunde lesen lernen, Ulrike Seumel

  • Anti-Giftköder "Training für Draußen-Staubsauger", Wochenendseminar, Sonja Meiburg

  • Coole Kurse, Online-Kurs, Brigid Weinziger

  • Online Hundekongress 2019​, Vol. 1, Ariane Ullrich

    • Hunde kastrieren – Einfach so? Sophie Strodtbeck

    • Hunde richtig ernähren, Dr. Susan Kröger

    • Mehrhundehaltung, Rolf C. Franck

    • Kind und Hund, Aurea Verebes

    • Physiotherapie – Hunde richtig bewegen, Martina Flocken

2018

  • Startrampe für Welpen, Online-Kurs, Celina del Amo

  • Planung und Ablauf einer Welpenstunde, Webinarreihe Teil 1-3, Celina del Amo

  • Richtig belohnen! Wie du Belohnungen im Hundetraining erfolgreich einsetzt und aufbaust, Ulrike Seumel

  • Mantrailing, Wochenendseminar, Sonja Meiburg

  • Neue Wege im Umgang mit Leinenaggression, Katrien Lismont

  • Hundebegegnungen trainieren, Hunde erfolgreich Vergesellschaften, Teil 1. Wie Hunde lernen können, Artgenossen entspannter zu begegnen, Webinar, Mirjam Cordt

  • Hundebegegnungen trainieren, Hunde erfolgreich Vergesellschaften, Teil 2. Integration eines Hundes in einen Mehrhundehaushalt, Webinar, Mirjam Cordt

  • Bürohunde – Grundlagen und Training für einen entspannten Arbeitsalltag mit dem Vierbeiner, Webinar, Krystana Föh

  • Differentielle Verstärkung und Barriereclicken, Webinar, Dr. Ute Blaschke-Berthold

  • Ressourcenverteidigung, Webinar, Dr. Ute Blaschke-Berthold

  • Das Training mit unterschiedlichen Hundetypen, Webinar, Dr. Esther Schalke 

  • Aufmerksamkeit und Blickkontakt, Webinar, Esther Würz

  • Zeigen und Benennen, Webinar, Dr. Ute Blaschke-Berthold

2017

  • Gehen an lockerer Leine, Webinar, Bina Lunzer

  • Jugendentwicklung... wenn Erwartungen, Hoffnung und Realität kollidieren, Webinar, Dr. Ute Blaschke-Berthold

  • Hilfe! Mein Hund hat Hummeln im Hintern. Vom Wechsel zwischen Entspannung und Konzentration, Webinar, Bina Lunzer

  • Mehr Abstand für sensible Hunde - Gulahund/Yellowdog - Gelber Hund braucht Freiraum, Webinar, Ramona Noack

Außerdem bilde ich mich in meinem Trainernetzwerk durch regelmäßigen Austausch sowie über Fachliteratur, Artikel und Studien weiter – man lernt nie aus!

 

PRAXISERFAHRUNG

  • Seit 2020: Hauptberufliche Selbstständigkeit als Hundetrainerin

  • Seit 2018: Gründung & nebenberufliche Selbstständigkeit als Hundetrainerin

  • Seit 2018: Kooperation mit der Hundetrainerin Monika Westermaier-Weiß, Hundeschule "Dein Hund kann's" in Landshut

  • Ausbildung zum Hundetrainer mit über 130 Praxisstunden im Bereich Einzelstunden/Verhaltensberatung, Welpenerziehung, Grunderziehung, Tricks, Mantrailing, Obedience, Fährte, Agility & Mobility, 04/2017 - 01/2018

 

AUSBILDUNG & SACHKUNDENACHWEIS​

  • Sachkundenachweis für Hundetrainer (§11 TierSchG): dreiteilige Prüfung: D.O.Q.-Test Pro, mündliches Fachgespräch & Praxistest erfolgreich absolviert, Veterinäramt München, 03/2018

  • Ausbildung zum Hundetrainer, 04/2017 - 01/2018

 

 

Wie ich arbeite

Ein "xundes" Miteinander zwischen Mensch & Hund ist das A & O in der Hundeerziehung und im Training mit Hunden. Gemeinsam mit unseren Hunden wollen wir Freude, Ausgeglichenheit, Vertrauen und ein entspanntes Miteinander erleben. 

Im Mittelpunkt meiner Arbeit steht die Individualität jedes Mensch-Hund-Teams und der gesunde Verstand für Mensch und Hund. Für mich ist es eine Selbstverständlichkeit, gewaltfrei und über modernes, motivationsbasiertes Training zu arbeiten, das sich am neuesten Stand der Wissenschaft und den Gesetzmäßigkeiten des Lernens orientiert. Dabei werden keine Methoden oder Rezepte angewandt, vielmehr handelt es sich um individuelles und motivierendes und dadurch schnelles und effizientes Tiertraining. Mit antiautoritärer Erziehung hat das übrigens nichts zu tun, sondern mit freundlichen, fairen und doch sehr klaren Regeln für den Hund.

In meinen Einzel- & Gruppentrainings lernen Mensch und Hund gleichermaßen in einem Mix aus Theorie und Schritt für Schritt aufgebautem Training. Dabei lege ich Wert auf schlaues, kleinschrittiges und individuell auf den jeweiligen Hund angepasstes Training. Außerdem achte ich auf einen Wechsel zwischen Action und Entspannung von klein auf, damit Dein Hund von Anfang an lernt, Dein entspannter Wegbegleiter zu sein. 

Einem Problemverhalten im Einzeltraining gehe ich ganzheitlich auf den Grund um nachhaltige Erfolge zu erzielen. Mir ist eine Herzensangelegenheit, der jeweiligen Ursache auf den Grund zu gehen und dort anzuknüpfen, anstatt auf eine reine Symptombehandlung zu bauen und an Verhalten zu arbeiten, ohne die grundlegenden Bedürfnisse und Gefühle des Hundes zu beachten. Die Mensch-Hund-Bindung, der respektvolle Umgang sowie schnelle und doch angemessene Trainingserfolge stehen dabei im Mittelpunkt.

Und: bei mir darf viel gelacht werden! Lachen ist XUND und angenehme Stimmung überträgt sich auf den Hund – positive Emotionen sind der Lernkatalysator schlechthin. So wie auch wir Motivation brauchen, für das was wir tun, so brauchen das auch unsere Hunde – und wenn sie uns noch so lieben: ein Hase oder ein Loch zum Buddeln wird in manchen Situationen eben doch spannender sein, als unsere pure Anwesenheit. Deshalb zähle ich auf Kooperation, anstatt auf das Arbeiten gegen den Hund. Das Tolle dabei ist: der Hund lernt nicht nur erheblich schneller, wenn er motiviert ist und das Training Schritt für Schritt verständlich für ihn aufgebaut ist, auch Eure Bindung wird sich verbessern, weil ihr gemeinsam als Team positive Erinnerungen sammelt. Los geht's!

Nur für Leckerlis?

 

 

Vielleicht denkst Du Dir "Ich möchte meinen Hund nicht mit Leckerlis vollstopfen" oder "Wenn ich mit Futter arbeite, dann macht der Hund das ja nicht mir zuliebe, sondern nur fürs Futter"? Ich kann Dir Deine Sorgen nehmen! Erstens wird der Hund nicht unkontrolliert gefüttert und abgelenkt, sondern gezielt dort belohnt und motiviert wo er gewünschtes Verhalten zeigt, sodass er dieses in Zukunft verstärkt zeigt. Wir gehen auch nicht arbeiten und haben nach jeder E-Mail die wir verschicken die Dollarzeichen in den Augen, oder?! ;) 

 

Zweitens wird der Hund das Verhalten, was wir uns von ihm wünschen, nur dann vermehrt zeigen, wenn es sich für ihn lohnt (und in der Vergangenheit gelohnt hat). Ein Verhalten aus purer Liebe zum Menschen zeigt der Hund nicht. Für ihn muss die Kooperation mit uns ein Bedürfnis befriedigen, was zwar durchaus Zuwendung von seiner Bezugperson bedeuten kann, in den meisten Situationen die wir von unseren Hunden verlangen, reicht diese aber nicht aus um ein Verhalten nachhaltig zu trainieren. Wir belohnen beim Training mit Futter anfangs –wenn dieses das Mittel der Wahl ist– in einer sehr hohen Belohnungsrate, also viele Leckerlis hintereinander, damit der Hund so wenig Fehler wie möglich macht. Diese werden so schnell wie möglich wieder abgebaut. Denn je mehr Fehler wir ins Training einbauen, desto mehr müssen wir im Nachhinein "überschreiben" – auch Verhalten, das aus unserer Sicht "falsch" ist wird vom Hund mit gelernt. Zusätzlich achten wir auf die Wertigkeit der Belohnung für den Hund. Von einer hochwertigen Belohnung spricht man, wenn sie so bedürfnisorientiert wie möglich ist, das heißt sie befriedigt das aktuelle Bedürfnis des Hundes (z. B. Freilauf mit Artgenossen, Sozialspiel mit dem Menschen, Fährte aufnehmen, Distanz zu Artgenossen, Ball hinterher jagen etc.). 

 

Futter im Training deckt bei allen Hunden ein Grundbedürfnis ab –die Nahrungsaufnahme– und eignet sich deshalb zur schnellen, gezielten Belohnung mit vielen Wiederholungen, besonders im Aufbau eines Verhaltens. Auch Futterbelohnungen kann man dem aktuellen Bedürfnis anpassen, indem man es vom Hund jagen, suchen oder fangen lässt. Ideal ist deshalb eine Kombination aus Futter und bedürfnisorientierter Motivation. Belohnungen werden langsam "ausgeschlichen" und wir gehen gemeinsam in die variable Belohnung über, d.h. der Hund wird nur noch ab und zu, bzw. manchmal über stimmliches Lob, manchmal über Futter, oder über die Umwelt belohnt. Übrigens: Der Hund entscheidet, was er als Belohnung oder Strafe empfindet – nicht wir! Nimmt Dein Hund keine Leckerlis im Training, so deutet das oft auf zu hohe Ablenkung oder Stress hin, oder aber einfach eine zu wenig hochwertige Belohnung aus Sicht des Hundes für die jeweilige Aufgabe in der jeweiligen Situation. Gemeinsam entscheiden wir welche Motivation in welcher Situation die beste für Deinen Hund ist. 

 

Wie ich nicht arbeite

Im Training bei mir werden keinerlei aversive Hilfsmittel angewendet. Der Einsatz von Angst-, Schreck- oder Schmerzreizen, aber auch Hemmen des Hundes über sogenannte "Korrekturen" und Strenge wie Leine-Rucken, Schimpfen, Antippen oder körperliches Blocken, sind für mich a) ein absolutes No-Go und b) aus lerntheoretischer Sicht nicht zielführend – denn Ängste und Unsicherheiten bewusst auszulösen ist in meinen Augen ein Spiel mit dem Feuer. Motivationsbasiertes, gewaltfreies Hundetraining bietet viele schlaue Möglichkeiten, die den Hund motivieren, mit uns zusammen zu arbeiten. Dabei ist es mir besonders wichtig, Deine Bindung zu Deinem Hund zu stärken und auf Eure individuellen Themen, Charakter und Anforderungen einzugehen. 

Und weil es mir am Herzen liegt, nun noch ein paar Worte zur Arbeit mit aversiven Methoden – also Angst-, Schreck- oder Schmerzreizen wie z. B. Würge-/Kettenhalsbändern, Leinenruck, Spritzpistolen, Sprühhalsbändern, Wurfketten/Fisher Discs oder auch Leine werfen, Hund körperlich oder stimmlich bedrohen – von der ich deutlich Abstand nehme:

Arbeitet man mit Angst-, Schreck- oder Schmerzreizen, also körperlicher und psychischer Unterdrückung, so ist es erstens nicht die feine Art, ein Wesen, das von einem abhängig ist, in Angst, Schrecken oder Schmerz zu versetzen, nur weil es ein Verhalten zeigt, das uns nicht gefällt und zweitens lernt und versteht der Hund oft nicht was wir von ihm wollen, auch wenn Ergebnisse vielleicht als schneller Erfolg verbucht werden. Die Folgen davon können sein: Umweltunsicherheit, Fehlverknüpfungen und angestaute negative Emotionen, die dann irgendwo ein Ventil brauchen, also wieder aus dem Hund raus müssen.

Gehen wir einmal von einer Leinenaggression aus, der Hund bellt bei Sichtung von Artgenossen (z. B.) also stark an der Leine. In vielen Fällen ist die Funktion einer Leinenaggression aus Sicht des Hundes jene, sich den anderen Hund fern zu halten, weil in seinen Augen eine Individualdistanz überschritten wurde. Der Hund fühlt sich elend und hat wahrscheinlich in der Vergangenheit mehrfach gelernt, dass Beschwichtigung und Knurren nicht zum gewünschten Ziel führen, also ist er einen Schritt auf der sogenannten Eskalationsleiter nach oben geschritten. Ist es unsere "Lösung" den Hund an der Leine zu rucken oder ihn mit der Wasserflasche zu besprühen an, wenn er das von uns unerwünschte Verhalten zeigt, so wird a) bei einem Hund dem der Reiz Wasser/Leine egal ist, das Verhalten weiter praktiziert und geübt oder b) das Verhalten bei einem Hund, der sich gut Hemmen lässt, sich zunächst einmal einstellen, weil er erschrickt. Wenn wir gut im Timing der Strafe sind, so verknüpft der Hund sogar die anderen Hunde mit der Strafe. Aber ist das gut? Nein, denn er verbindet ja bereits etwas Negatives mit den anderen Hunden und wir fügen nun auch noch einen Strafreiz hinzu. In Zukunft ist die Hundebegegnung also noch negativer aufgeladen.

Sind wir schlecht im Timing und sanktionieren den Hund im falschen Moment und der Hund verbindet die Konsequenz nicht mit seinem Aggressionsverhalten, so kann der Hund Fehlverknüpfungen haben. Im Blödesten Fall verknüpft er etwas Negatives mit seinem Besitzer, vorbeilaufenden Kindern, einem bestimmten Geruch, Geräusch, oder oder....

 

Wenn wir sehr viel über unangenehme Konsequenzen für den Hund arbeiten und der Hund nicht genau weiß wie er diesen entgehen kann weil sie für ihn willkürlich scheinen, so entsteht Unsicherheit und Stress und rechnet jederzeit mit einer erneuten Sanktion, weiß aber nicht wann. 

Dieser Stress braucht langfristig ein Ventil – nach außen oder nach innen. Stresssymptome und damit verbundene unerwünschte Verhaltensweisen wie an der Leine ziehen, Unruhe, Bellen an anderen Stellen sind also vorprogrammiert. Ist der Hund eher introvertiert und unsicher, so ist es wahrscheinlich, dass sich die sogenannte erlernte Hilflosigkeit langfristig auf Körper und Seele auswirken. 

Die Ursache, sein Problem mit anderen Hunden und seine negative Emotion dabei haben wir aber immer noch nicht gelöst, obwohl wir ihm das schuldig wären, denn wir sind diejenigen, die ihn immer und immer wieder in solche Situationen bringen.

Wir sind unserem Hund schuldig, mit ihm gemeinsam Problemlösungsstrategien und Alternativverhalten über klar aufgebaute Regeln zu trainieren und dabei sein Fels in der Brandung zu sein.

 

Lasst uns mit Herz & Verstand trainieren – für ein gesundes Miteinander zwischen Mensch und Hund. Jedes Verhalten und jede Hunderasse kann über gewaltfreie und für den Hund motivierende Methoden trainiert werden. Wir können gerne gemeinsam daran arbeiten, auch wenn Du Neuland betreten solltest  – dafür bin ich da!